Jünger der Musenkunst in Rom, by Andrea Scheithauer

Die Musik war in Rom ebenso wie in Griechenland ein wesentlicher Bestandteil von Kult, Festen, Sport, Geselligkeit, Arbeit und Kriegführung. Folglich waren nahezu alle Lebensbereiche von ihr durchdrungen, gab es Musizierende in allen Schichten der Bevökerung. Wegen ihrer zentralen Bedeutung wurde den Repräentanten dieser Kunst in der Regel Aufmerksamkeit entgegengebracht. Sie schlägt sich in zahlreichen Äusserungen in der antiken Literatur, vornehmlich in der zeitgenössischen Sittenkritik, und in einer beträchtlichen Anzahl epigraphischer Zeugnisse und bildlicher Darstellungen nieder. Obwohl die Stellung der Jünger der Musenkunst nicht nur durch ihr Spezialwissen bestimmt wurde, sondern auch von einer Reihe weiterer Kriterien abhängig war, wurde in der Forschung sozialgeschichtlichen Zusammenhängen kaum Interesse entgegengebracht; daher sollen in der vorliegenden Studie vor allem die Position der Musiker in der Gesellschaft, die Merkmale, die letztlich den Ausschlag für ihre Einbindung in das römische Gemeinwesen gaben, die Frage, ob und in welchem Rahmen Virtuosität in dieser Kunst sozialen Aufstieg bewirkte, und die Auswirkungen der sozialen Stellung auf das Selbstverständnis und die Selbstdarstellung dieser Personengruppe behandelt werden.

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